Amtsblatt des Saale-Holzland-Kreises · 9. Jahrgang · Ausgabe 8/2012 · 1. August 2012
Nichtamtlicher Teil
Partnerschaft zwischen Waldkrankenhaus Eisenberg und Universität Jena langfristig gesichert
Kreistag beschließt einstimmig Konsortialvertrag und Satzung – Waldkrankenhaus bleibt Lehrstuhl und wird akademisches Lehrkrankenhaus
Von links nach rechts: Geschäftsführer des Waldkrankenhauses David-Ruben Thies; gegenwärtiger ärztlicher Direktor im Waldkrankenhaus Prof. Dr. Wolf Dietrich Arnold und Landrat Andreas Heller
Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen den beiden Spitzenkrankenhäusern der Region wird langfristig fortgesetzt, so das Ergebnis des Kreistagsbeschlusses vom 20. Juni. Alle Fraktionen haben bei der Sitzung am 20. Juni dem Konsortialvertrag und der gemeinsamen Satzung des Universitätsklinikums Jena und des Waldkrankenhauses Eisenberg einstimmig zugestimmt. Dies sichert dem Waldkrankenhaus dauerhaft den Lehrstuhl für Orthopädie und den Titel des akademischen Lehrkrankenhauses.
Mit diesem Beschluss kommen die partnerschaftlichen Verhandlungen zwischen den beiden führenden Gesundheitseinrichtungen der Region zu einem positiven Ergebnis. Bereits im Dezember 2011 hatten der Landrat des Saale-Holzland-Kreises und die Minister der Thüringer Ministerien für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Finanzen und Soziales, Familie und Gesundheit ein Eckpunkteprogramm zur künftigen Zusammenarbeit von Eisenberg und Jena erarbeitet. Landrat Andreas Heller wertet den Beschluss als wichtigen Schritt für die Region: „Wir sind glücklich, dass der Kreistag unseren Vorschlägen vollständig zustimmte und so den Weg zur Fortsetzung dieser für alle Menschen im Saale-Holzland-Kreis und in Thüringen wichtigen Zusammenarbeit frei macht.“
Ganz konkret gibt der Beschluss dem Waldkrankenhaus Eisenberg und dessen Mitarbeitern Planungssicherheit für einen langen Zeitraum: Mit der Errichtung des Lehrstuhles für Orthopädie an der Friedrich-Schiller Universität und dem Titel des akademischen Lehrkrankenhauses können medizinische Kompetenzen, finanzielle Mittel und hervorragendes Personal für dieses Aushängeschild des Krankenhauses langfristig gehalten und ausgebaut werden. Als „Campus Eisenberg“ ist das Waldkrankenhaus auch in Zukunft ein attraktives Ziel für Top-Mediziner und damit für Patienten aus ganz Europa. Für David-Ruben Thies, den Geschäftsführer des Waldkrankenhauses, ist der Beschluss ein Meilenstein in der Entwicklung des Hauses: „Wir haben dadurch die Sicherheit, langfristig planen zu können und uns (...) immer weiter zu entwickeln. Ich danke allen MitarbeiterInnen für ihr Engagement in diesem wichtigen Prozess wir können jetzt mit frischem Schwung weiterarbeiten und uns auf die Zukunft konzentrieren.“
Die Zukunft hat in den vergangenen Wochen in Thüringen und im Saale-Holzland-Kreis schon vorbeigeschaut: Bei den Probevorlesungen an der Friedrich-Schiller-Universität und Besuchen in Eisenberg haben sich die Kandidaten für die Professur am Lehrstuhl für Orthopädie vorgestellt. Die Berufungskommission entscheidet in den kommenden Wochen über die Kandidaten der beste Bewerber wird am 1. Oktober 2012 seine Arbeit als Professor, Chefarzt und ärztlicher Direktor aufnehmen.