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Amtsblatt des Saale-Holzland-Kreises · 8. Jahrgang · Ausgabe 8/2011 · 31. August 2011 

Nichtamtlicher Teil

Kreisheimatpflegepreis 2011 an Kurt Börner und Jens Hild

Beim diesjährigen „Tag der Heimat“ in Camburg am 23. August wurden in feierlicher Form zwei Preise an verdiente Bürger im Saale-Holzland-Kreis durch Landrat Andreas Heller, in Anwesenheit von Frau Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, dem Ersten Beigeordneten Dr. Dietmar Möller, Kreisheimatpfleger Norbert Klose und vielen Gästen verliehen.

Das Preisgeld wurde traditionsgemäß durch die hiesige Sparkasse zur Verfügung gestellt.

Auszüge aus der Laudatio für Kurt Börner:

Auf Vorschlag der Stadtverwaltung Schkölen wurde Herr Kurt Börner aus Zschorgula für sein Engagement als Zeitzeuge und Chronist ausgezeichnet. Mit Leidenschaft, Herz und Verstand widmete er sich dem Aufbau eines kleinen Museums. Dabei sammelte er über viele Jahre alles, was an das frühere Dorfleben erinnert aber auch Zeitgeschichtliches. Hinterlassenschaften von 5, 6 Generationen, jede Abbildung, jedes Dokument mit einer eigenen Geschichte wurden bei Kurt Börner aufgelistet und den Besuchern in besonderer Weise nahegebracht.

Auch die Geschichte des berühmten Zschorgulaer Schülers Samuel Heinicke aus Nautschütz, dem Schöpfer der deutschen Methode der Gehörlosenpädagogik und Gründer der ersten deutschen Gehörlosenschule in Leipzig, vermittelt er gern seinen Besuchern. Sein Anliegen als ehemaliger Lehrer ist es, insbesondere jungen Menschen die durch viele sehenswerte Exponate zusammengetragene Geschichte der Region und damit verbunden, die frühere Lebensweise der Menschen und ihr Umgang mit der Natur, anschaulich zu verdeutlichen.

Auszüge aus der Laudatio für Jens Hild:

Auf Vorschlag der Verwaltungsgemeinschaft „Südliches Saaletal“ erhielt Herr Jens Hild aus Großeutersdorf für sein unermüdliches und vorbildliches Wirken auf dem Gebiet der Heimatpflege den Heimatpflegepreis 2011. Schon seit Anfang der 80er Jahre beschäftigte er sich mit Forschungen zur Hänge- oder Schaukelbrücke, die Groß- und Kleineutersdorf seit 1908 über die Saale verbindet und stellte eine umfangreiche Dokumentation zusammen. Zugleich wurde er Initiator des beliebten „Eutersdorfer Brückenfestes“, das von den Vereinen beider Dörfer gestaltet wird. Seine wissenschaftlichen Forschungen und die Genauigkeit der Arbeiten auf dem Gebiet der Geschichte und Wappenkunde sind überregional anerkannt.

Heute nutzen zahlreiche Forscher und Institutionen seinen seit 11 Jahren betriebenen „Heraldik-Archiv-Service“. Als Heraldiker ist er auch Schöpfer der Wappen einiger Gemeinden der Region. Vielen ist er auch als Autor und Verfasser von Chroniken, Artikeln, Schriftenreihen und Büchern bekannt. Sein Buch „Rautenkranz und rote Rose“ ... die Hoheitszeichen des Herzogtums und des Freistaates Sachsen-Altenburg, zeugt von großer geschichtlicher Tiefe und akribischen Recherchen. Aktiv ist Jens Hild auch als Vorsitzender des Kulturvereins Großeutersdorf, er engagiert sich beim traditionellen Großeutersdorfer Gänsemarkt, zahlreichen Flurzügen und Erntedankfesten.

Wir wünschen beiden Geehrten weiterhin viel Freude im Umgang mit der Geschichte unserer schönen Heimat.