Amtsblatt des Saale-Holzland-Kreises · 8. Jahrgang · Ausgabe 11/2011 · 30. November 2011
Nichtamtlicher Teil
Krankenhaus-Standort Eisenberg wird weiter gestärkt
Über diese positive Entwicklung freuen sich (von links nach rechts): David-Ruben Thies, Geschäftsführer des Waldkrankenhauses, Prof. Dr. Wolf Dietrich Arnold, gegenwärtiger ärztlicher Direktor im Waldkrankenhaus und Landrat Andreas Heller als Aufsichtsratsvorsitzender des Waldkrankenhauses Eisenberg
Die seit vielen Jahren bestehende Partnerschaft zwischen dem Waldkrankenhaus Eisenberg und der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird weiter ausgebaut: Teile der Jenaer Universitätsmedizin werden in Eisenberg angesiedelt, das Waldkrankenhaus erhält den Status „Akademisches Lehrkrankenhaus“. Dadurch werden Forschung, Lehre und Spitzenmedizin in Eisenberg verankert und ausgebaut. Das Waldkrankenhaus führt zukünftig außerdem den Qualitätstitel „Campus Eisenberg“.
Diese enge Kooperation zwischen Universität und Krankenhaus beruht auf einer Vereinbarung, die kürzlich zwischen dem Landkreis und den zuständigen Ministerien des Freistaates getroffen wurde: Neben Landrat Andreas Heller haben Bildungsminister Christoph Matschie, Sozialministerin Heike Taubert und Finanzminister Dr. Wolfgang Voß die Vereinbarung unterzeichnet. Der Freistaat Thüringen überträgt darin seine Anteile am Waldkrankenhaus Eisenberg an die FriedrichSchiller-Universität Jena. Die Uni wird damit zum Gesellschafter des Waldkrankenhauses und hält 26,72 Prozent der Anteile. Im Gegenzug fließt von Jena noch mehr wissenschaftliche und medizinische Kompetenz nach Eisenberg.
Darüber hinaus erhält das Waldkrankenhaus den Status des Akademischen Lehrkrankenhauses des Universitätsklinikums Jena. Das heißt: Neben Studenten der Orthopädie können jetzt auch Studenten der Inneren Medizin, der Chirurgie und der Anästhesie einen Teil ihres Medizinstudiums, insbesondere das Praktische Jahr, in Eisenberg absolvieren. Bisher stand diese Möglichkeit nur Orthopädie-Studenten in der Fachklinik für Orthopädie mit Lehrstuhl der Friedrich-SchillerUniversität Jena offen. Mit seinen Kliniken für Innere Medizin und Chirurgie bleibt das Waldkrankenhaus weiterhin der wichtigste medizinische Grundversorger im SaaleHolzland-Kreis.
Die Professur für Orthopädie und Unfallchirurgie mit orthopädischem Schwerpunkt bleibt in Eisenberg.
„Dies ist ein Meilenstein für den Fortbestand und den Ausbau des Standortes Eisenberg“, sagt Andreas Heller, der die Verhandlungen für den Landkreis als Hauptanteilseigner des Waldkrankenhauses (mit 73,28%) gemeinsam mit Staatssekretär Prof. Dr. Thomas Deufel entscheidend vorantrieb. „Die Position als Krankenhaus der Spitzenklasse wird durch diese Vereinbarung weiter gestärkt. Dadurch gewinnt das Waldkrankenhaus an Attraktivität bei Patienten, aber auch bei jungen Ärzten, die in Eisenberg ihren Facharzt erwerben möchten“, so der Aufsichtsratsvorsitzende des Waldkrankenhauses.
Heller weiter: „Wir erhalten und schaffen attraktive Arbeitsplätze in unserem Landkreis. Außerdem haben wir jetzt eine optimale Ausgangslage für zukünftige Investitionen, wie den Bau des neuen Bettenhauses.“
Der erste personelle Schritt ist die Ausschreibung der Professur für Orthopädie und Unfallchirurgie mit dem Schwerpunkt Orthopädie. Ihr zukünftiger Inhaber wird gleichzeitig Ärztlicher Direktor im Waldkrankenhaus. Das REK ist der größte Arbeitgeber im Landkreis mit zirka 600 Arbeitsplätzen.