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Amtsblatt des Saale-Holzland-Kreises · 9. Jahrgang · Ausgabe 01/2012 · 25. Januar 2012 

Amtlicher Teil

Gefahr durch Bleirohre in der Hausinstallation!

Wasser jetzt kostenfrei testen lassen!

Blei in der öffentlichen Trinkwasserversorgung spielt zwar keine große Rolle, da das Trinkwasser an die Haushalte durch die zuständigen Wasserversorger und das Gesundheitsamt beprobt wird. Das abgegebene Trinkwasser ist dadurch einwandfrei und hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Als Problematisch sind aber die verbauten Leitungen im Haus zu betrachten, da hier keine Kontrollen stattfinden. Sind im Haus noch Bleileitungen vorhanden, so kann sich das Trinkwasser mit Blei anreichern. Ob in Ihrem Haus Bleirohre vorhanden sind, hängt stark vom Baujahr des Hauses ab und ob eine Sanierung der Rohrleitungen durchgeführt wurde. Falls die Leitungsrohre seit 1973 nicht saniert wurden, können Bleirohre verbaut sein.

Die Gefahr von Blei im Trinkwasser ist nicht zu unterschätzen, da Blei ein Nervenund Blutgift ist, welches sich in den Knochen anreichert und nur sehr langsam wieder aus dem Körper ausgeschieden wird. Besonders gefährdet sind Kinder, diese scheiden das angereicherte Blei wesentlich schlechter wieder aus. Berücksichtigt werden müssen aber auch Schwangere und Mütter die stillen, da von der Mutter aufgenommenes Blei auf das Kind übertragen werden kann.

Befinden sich in Ihrem Haushalt Kinder, Schwangere, junge Frauen mit Kinderwunsch oder stillende Mütter, so können Sie Ihr Trinkwasser auf Blei untersuchen lassen. Diese Trinkwasseruntersuchung auf Blei ist für Sie als Mieter kostenlos. Die Wasserprobenentnahme führen Sie selbst mit den vom Gesundheitsamt bereitgestellten Flaschen durch, welche Sie vom örtlich zuständigem Gesundheitsamt erhalten.

Das Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreises berät und informiert Sie gern unter folgender Telefonnummer: 036691 70833.