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Zensus 2022

Wie viele Menschen leben in Deutschland? Leben die Bürgerinnen und Bürger in ländlicher Region oder in einer Stadt? Gibt es dort genügend Wohnraum, Schulen, Kindergärten, Studienplätze oder Altenheime? Wo genau muss der Staat in Zukunft mehr investieren?

 

Um diese und viele andere Fragen beantworten zu können, findet im Jahr 2022 wieder ein Zensus statt. Der Zensus, allgemein auch als Volkszählung bekannt, ist das größte Projekt der amtlichen Statistik. Im Rahmen des Zensus werden grundlegende Daten über die Bevölkerung und die Wohnungssituation in Deutschland erhoben.
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Zensus 2022 –
Erhebungsstelle Eisenberg
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07607 Eisenberg

 

Telefon: 036691 70 677



Hintergrund:

 

In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Mit dem Zensus 2022 nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfinden soll. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der anstehende Zensus von 2021 in das Jahr 2022 verschoben.

 


Noch bis 25. Februar 2022 möglich: Erhebungsbeauftragte/r im Saale-Holzland-Kreis werden

Im Saale-Holzland-Kreis werden zur Durchführung des Zensus 2022 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte gesucht. Sie führen Interviews in Privathaushalten durch.

Die Haushaltebefragung ist ein wesentlicher Erhebungsteil des kommenden Zensus. Mit der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis werden im Zensus zwei Ziele verfolgt:

 

  • Zum einen spielt die Qualitätssicherung der amtlichen Einwohnerzahl eine wichtige Rolle: Durch die Haushaltebefragung können Über- und Untererfassungen in Verwaltungsregistern aufgedeckt und sogenannte „Karteileichen“ und „Fehlbestände“ ermittelt werden. Hierbei handelt es sich um Personen, die zwar im Melderegister verzeichnet sind, aber nicht mehr an der im Melderegister geführten Anschrift leben, beziehungsweise umgekehrt um Personen, die an einer bestimmten Anschrift leben, jedoch nicht im Melderegister an dieser Anschrift geführt werden.
  • Zum anderen ermöglicht die Haushaltebefragung die Erhebung weiterer soziodemographischer Merkmale, die nicht oder nicht hinreichend verlässlich in den Verwaltungsregistern enthalten sind. Dazu zählen zum Beispiel der Erwerbsstatus, der Bildungsstatus oder auch die nichtehelichen Lebensgemeinschaften. Die Merkmale zur Haushaltebefragung sind in § 13 ZenG 2022 aufgeführt.

 

Die erhobenen Strukturdaten über die Bevölkerung dienen als Grundlage für politische und wirtschaftliche Entscheidungen von Bund, Ländern und Gemeinden auf den Gebieten Bevölkerung, Wirtschaft, Soziales, Wohnungswesen, Raumordnung, Verkehr, Umwelt und Arbeitsmarkt.
Neben der Haushaltebefragung findet im Rahmen des Zensus 2022 eine Erhebung der so genannten Sonderbereiche statt. Diese unterscheiden sich in Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte.

 

Da während des Zensus 2011 überdurchschnittlich viele Registerfehler in den Sonderbereichen vermutet werden, findet in den Wohnheimen und Gemeinschaftsunter-künften eine Vollerhebung statt. In Wohnheimen werden dabei alle Bewohnerinnen und Bewohner direkt befragt. In den Gemeinschaftsunterkünften übernimmt die Einrichtungs-leitung die Auskunftspflicht für die Bewohnerinnen und Bewohner (PROXY-Auskunft).

 

Das Unterscheidungsmerkmal zwischen Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften ist die eigene Haushaltsführung. Während Bewohnerinnen und Bewohner eines Wohnheims selbstständig ihre alltägliche Versorgung übernehmen, wird die Versorgung und Betreuung in einer Gemeinschaftsunterkunft von dem Personal übernommen.
In Deutschland gibt es kein einheitliches Verwaltungsregister, das den Bestand an Wohnungen und Gebäuden flächendeckend erfasst.

 

Daher ist eine Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) Bestandteil des Zensus 2022. Bei dieser Befragung werden alle Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Verwalterinnen und Verwalter von Wohnraum postalisch angeschrieben und zu ihren jeweiligen Gebäuden und Wohnungen befragt.
Ziel der GWZ ist die flächendeckende und vollzählige Erfassung aller am Erhebungsstichtag bestehenden Gebäude mit Wohnraum, bewohnten Unterkünfte sowie der darin befindlichen Wohnungen. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für wohnungspolitische Entscheidungen und Maßnahmen der Raumplanung.
Auf europäischer Ebene verpflichtet eine EU-Verordnung alle Mitgliedstaaten zur Durchführung einer Volks-, Wohnungs- und Gebäudezählung. Die Verordnung beinhaltet unter anderem, dass bestimmte Merkmale von allen EU-Staaten zu erheben sind, um vergleichbare Zahlen für alle Länder zur Verfügung stellen zu können.

 

Die Bundesrepublik Deutschland regt mit dem Zensusvorbereitungsgesetz den Aufbau der für die Vorbereitung des registergestützten Zensus benötigten Infrastruktur. Die konkrete Durchführung des Zensus ist zudem im Zensusgesetz rechtlich festgelegt. Es beinhaltet dabei die Auskunftspflicht der Befragten sowie weitere zu erhebende Merkmale, die über den Pflichtkatalog der EU hinausgehen. Das Gesetz zur Verschiebung des Zensus in das Jahr 2022 ist am 10.12.2020 in Kraft getreten.

 

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