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"Unternehmer in Verantwortung" 2018 im Saale-Holzland-Kreis geehrt

„Unternehmer in Verantwortung“ wurden am 4. Dezember im Kaisersaal des Landratsamtes in Eisenberg geehr. Im Bild Landrat Andreas Heller (rechts) mit den diesjährigen Nominierten und Preisträgern: (von links) Kevin Schilling von der AGS Autoservice Schilling GbR in Bürgel, der Zweitplatzierte Ralph Schwarze vom Malerfachbetrieb und Bausanierung Schwarze aus Dorndorf-Steudnitz, Constanze Szabo von der Dr. Eberhardt GmbH aus Kahla, Susann Ruf von der Schulz Heizung und Bad GmbH aus Laasdorf, der Erstplatzierte Torsten Hentschel vom gleichnamigen Vermessungsbüro aus Hermsdorf, Andreas Wolf von der Wolf Medizintechnik aus St. Gangloff, der Drittplatzierte Jonny Wezel vom Holzbau St. Gangloff, Lars Hüttig von der Tischlerei und Zimmerei Hüttig aus Thalbürgel und Steinmetz Thomas Haase aus Eisenberg. (Foto: Landratsamt)
Zum 11. Mal hat Landrat Andreas Heller am 4.12. in Eisenberg „Unternehmer in Verantwortung" aus dem Saale-Holzland-Kreis geehrt: Inhaber kleiner, aber feiner Firmen mit bis zu 25 Beschäftigten.  
Platz 1 hatte die Jury dem Vermessungsingenieur Torsten Hentschel aus Hermsdorf zugesprochen. Er hatte 2008 die Firma vom Vorgänger Ulrich Ritter übernommen. Der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur beschäftigt 7 Mitarbeiter, einen Azubi und eine dual Studierende. Zudem ist er seit März 2011 Vorsitzender der Landesgruppe Thüringen im Bund der öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e.V. Die Jury würdigte das arbeitnehmerfreundliche Anstellungsverhältnis, zusätzliche Leistungen wie Kinderbetreuungszuschüsse und Erste-Hilfe-Lehrgänge auf Firmenkosten. Ganzjährig können Schüler in Praktika die Branche der Geodäsie kennenlernen. Seit 2014 führt die Firma jedes Jahr an der Regelschule Hermsdorf eine Projektwoche mit Schülern durch. Torsten Hentschel ist u.a. Sponsor beim SV Hermsdorf, FV Bad Klosterlausnitz und beim Basketballclub Science City Jena. Zudem unterstützt er seit vielen Jahren den ASB in Bad Klosterlausnitz, die Maibaumgesellschaft in Hermsdorf und Weißenborn, den Jangeldorfer Heimatverein sowie die evangelische Kirche in Hermsdorf zur Musikalischen Woche. Er ist Mitglied im Förderkreis Leuchtenburg e.V., ehrenamtlicher Berater für den Haus & Grund Jena e.V, Mitglied des Gutachterausschusses im Katasterbereich Pößneck sowie seit 2016 ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht Gera. Laudator Benny Hofmann, Bürgermeister von Hersmdorf, gratulierte herzlich zum 1. Preis. 
Der 2. Preis ging an Jonny Wezel vom Holzbau St. Gangloff. Die Holzlandgemeinde St. Gangloff beherbergt mit ihm einen ganz besonderen Holzwurm, der zunächst als Mitarbeiter, später als Mitgesellschafter und im Juli 2008 als Gewerbetreibender tätig ist. Fünf Fachleute fertigen in der Firma „Holzbau St. Gangloff" Fenster, Fensterläden, Türen, Balkongelände und vieles mehr. Schüler oder Praktikanten sind willkommen, um das traditionelle Holzländer Tischlerhandwerk zu bewahren. Neben seinem beruflichen Lebenswerk engagiert sich Jonny Wetzel persönlich für das Gemeindeleben und das Gemeinwohl in St. Gangloff, würdigten die Vorsitzende der VG Hermsdorf, Constance Möbius, und der St. Gangloffer Bürgermeister Frank Wiedenhöft. Der 3. Preis geht an den
Malerbetrieb Schwarze aus Dorndorf-Steudnitz. Der Betrieb mit vier Mitarbeitern ist spezialisiert auf Klinker- und Stuckfassaden sowie denkmalgerechte Sanierung. Zahlreiche Gebäude der Region, so z.B. der Katholischen Kirche in Camburg, verhalf der Betrieb zu neuem Glanz. Diverse Fassaden- und Denkmalpreise zeugen vom Können. Firmengründer Reinhold Schwarze, von Haus aus Diplom-Agrochemiker, war nach der Wende nochmal in die Lehre gegangen und lernte das Handwerk von der Pike auf. Er gründete seine Firma mit anfangs zwei, später bis zu 10 Mitarbeitern. Heute führt Sohn Ralph Schwarze, Stuckateurmeister und Spezialist für Perspektivmalerei, zusammen mit seiner Frau die Firma. Er setzt auf Familienfreundlichkeit und engagiert sich für den Kindergarten Saaletalzwerge sowie Vereine. 
Neun Vorschläge hatten Bürgermeister, VG-Vorsitzende, Verantwortliche der Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft und der Sparkasse in diesem Jahr gemacht, und der Landrat dankte allen Nominierten. Denn schon die Erfüllung der Kriterien für den Unternehmerpreis - kleine Betriebe mit maximal 25 Angestellten, Ausbildung, gutes Betriebsklima, Familienfreundlichkeit, soziales und regionales Engagement, Nachhaltigkeit - sei anerkennenswert.   
Der Landkreis war mit diesem Kriterienkatalog zu Beginn des Unternehmerpreises vor elf Jahren seiner Zeit deutlich voraus. Darauf machte Thomas Grebe von der Sparkasse aufmerksam. Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aktive Nachwuchsgewinnung oder Umweltfreundlichekeit sind heute wichtiger denn je. 
Landrat Andreas Heller bekräftigte angesichts der guten Arbeitsmarktlage mit nahezu Vollbeschäftigung im Landkreis (Arbeitslosenqoute zuletzt 4,1 %), wie wichtig es ist, gezielt auf den künftigen Nachwuchs zuzugehen. Er setzt weiter auf die Initiative „Schule trifft Wirtchaft" sowie künftig auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Jena und den Nachbarregionen.   

Der Landrat dankte allen Unternehmern, die ihre Verantwortung für ihre Firma, ihre Belegschaft und die Region Tag für Tag wahrnehmen. Ebenso ging der Dank an die Sparkasse Jena-Saale-Holzland, die erneut die Preisgelder in Höhe von 1.000, 750 bzw. 500 Euro zur Verfügung stellte, sowie an die Schüler vom Pestalozzi-Gymnasium Stadtroda mit ihrem Musiklehrer Körnig für den schwungvollen Auftakt der Veranstaltung.