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Amtsblatt des Saale-Holzland-Kreises · 9. Jahrgang · Ausgabe 7/2012 · 27. Juni 2012 

Nichtamtlicher Teil

Unsere Ehrenamtler:
Robert Schieferdecker – „immer auf Ballhöhe!“

Zum Leuchtenden Weihnachtstal 2011 strömten so viele Besucher durch das Eisenberger Mühltal wie nie zuvor. „Der längste uns bekannte Weihnachtsmarkt, diesmal wieder über die ganzen sieben Kilometer zwischen Kursdorf und Weißenborn.“ Reif fürs Guinnessbuch. Über 50 Händler, an den Mühlen und am Wege. 25 Gruppen und Grüppchen, darunter viele Schüler der Kreismusikschule, sechs DJs, sorgten mit Musik und Flax für Stimmung. Der Busverkehr mit JES klappte, das Sicherheitskonzept von Polizei und Feuerwehr auch. „Der Weihnachtsbummel der Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht war hohe Anerkennung für uns.“ So umreißt Robert Schieferdecker (72), was so organisiert werden muss, damit alles in Sack und Tüten kommt. Ohne engagierte Helfer und Vereine und der Sparkasse im Hintergrund nicht denkbar. Die Mühlen bereiteten sich gut vor, könnten aber künftig mehr in die Rolle der Veranstalter schlüpfen. Die „Suppe“ hatte er sich allerdings selber eingebrockt, als er vor fünf Jahren mit seinem Freund Andreas Günther vom Konzept Team Gera diese Idee ausheckte und sie 2008 zusammen mit Thomas Grebe von der Sparkasse JenaSHK, verschiedenen Vereinen, vor allem „seinem“ FSV Einheit und der Feuerwehr, sowie den noch skeptischen Mühlenwirten zum ersten Male verwirklichte. Schon vorher initiierte er den „Milo-Barus-Cup“ zu Ehren des legendären „Stärksten Mannes der Welt“ Emil Bahr, vor dessen einstigem Waldhaus. Im vergangenen Jahr zum 12. Cup kamen Kraftsportler aus mehreren Ländern und 2000 Besucher dazu ins Mühltal.

„Es ist ein schönes Gefühl, wenn da ein Dutzend Leute drei Tage lang mit Enthusiasmus die Wettkampfanlagen aufbauen, bis in die Nacht, weil sie überzeugt sind, was Sinnvolles zu tun. Auch die gemeinsame Freude über den Erfolg und über die Freude der Anderen.“ Robert Schieferdecker, einst Unterstufenlehrer, treibt und organisiert von Jugend an Sport. Nun seit 1996 als Vorsitzender des FSV. Neben der Routinearbeit organisierte er hier zwei Spektakel: Die Guinness-Rekord-Staffeln über x-mal die Stadionrunde. Eine überragende organisatorische Leistung des Vereins (beim ersten Rekordversuch startete ich, d. Verf., am 10. Juli eine Minute vor Mitternacht und lief in meinen Geburtstag hinein). Am Ziel empfing mich Robert mit schnell organisiertem Blumenstrauß und Geburtstagsgeschenk, mit sensationellem Ergebnis. Nicht ganz nebenbei arbeitet Robert Schieferdecker seit neun Jahren im Eisenberger Stadtrat und leitet den Bauausschuss.

„Man muss was tun und der Gesellschaft etwas zurückgeben. Nicht, um mal in der Zeitung zu stehen, sondern um geistig immer auf Ballhöhe zu bleiben. Und unter Leuten. Wenn ich nur in meinen vier Wänden hockte, ginge es mir lange nicht so gut, wie’s mir geht.“

Wi.