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Amtsblatt des Saale-Holzland-Kreises · 8. Jahrgang · Ausgabe 7/2011 · 27. Juli 2011 

Amtlicher Teil

Freibäder und Badesee im Saale-Holzland-Kreis

Der Saale-Holzland-Kreis verfügt über sechs Freibäder

  • Freibad Eisenberg
  • Freibad Hermsdorf
  • Freibad Stadtroda
  • Freibad Kahla
  • Freibad Trockenborn / Wolfersdorf
  • Freibad Camburg

und ein EU-Badegewässer

  • Badesee Porstendorf

Die Qualität der Freibäder wird gemäß DIN 19643 aller 4 Wochen durch ein zertifiziertes Labor untersucht. Die Befunde der Beprobungen gehen dem Gesundheitsamt zu und werden dort interpretiert und ausgewertet. Sollte es hierbei zu Beanstandungen oder Grenzwertüberschreitungen kommen, werden Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durch das Gesundheitsamt erlassen.

Jedes Freibad wird pro Saison mindestens 2-mal durch das Gesundheitsamt überprüft, dass heißt, es findet eine Kontrolle vor Saisonbeginn statt und mindestens eine während der Saison.

Bei den Ortsbesichtigungen werden z. B. die hygienischen Anforderungen an die sonstigen Einrichtungen in Bädern (Barfußbereiche, Sitzflächen, Sanitärbereiche, Attraktionen der Schwimm- und Badebeckenanlage, Erste-Hilfe-Bereiche, etc.) geprüft. Weiterhin werden die Betriebstagebücher eingesehen (Eigenkontrolle der Vorortparameter des Betreibers über Temperatur, ph-Wert, Chlorgehalt, Redoxpotential, Besucherzahlen), die Wasserkreisläufe des Beckenwassers einschließlich der Wasseraufbereitung inspiziert sowie die Trinkwasserinstallation der Duschen.

In der Badeseison 2010 kam es lediglich in einem Freibad zu einer mikrobiologischen Beanstandung. Diese konnte durch die angeordneten Maßnahmen des Gesundheitsamtes schnell behoben werden.

Die Qualität des Badesees in Porstendorf wird gemäß Thüringer Verordnung über die Qualität und Bewirtschaftung der Badegewässer mindestens fünf mal pro Saison durch das Gesundheitsamt überwacht. Es wird im Vorfeld ein Überwachungszeitplan erstellt, welcher einzuhalten ist.  Dabei darf der Zeitraum zwischen den Probenahmen einen Monat nicht überschreiten.

Jede Probenahme schließt eine Besichtigungsprüfung des Gewässers auf Verschmutzungen wie teerhaltige Rückstände, Glas, Plastik, Gummi und andere Abfälle mit ein.

In der Badesaison 2010 kam es auch im Badesee Porstendorf zu keinen nennenswerten Vorkommnissen welche ein Badeverbot zur Folge gehabt hätten.

Lediglich die Sichttiefe des Gewässers liegt seit Jahren schon unter dem empfohlenen Grenzwert von >1m.

Dies ist dem erhöhten Gesamtphosphatgehalt geschuldet, welcher eine Eutrophierung (zu hoher Nährstoffgehalt) des Gewässers zur Folge hat.

Aufgrund dessen kommt es zur Bildung von Cynobakterien („Blaualgenblüte“), welche bei einer Massenentwicklung zusätzlich im Labor auf ihre Toxine untersucht werden müssen. Diese Untersuchungen verliefen bisher negativ, d. h., dass eine Gefahr für die Badenden nicht gegeben war.

Durch die gute Zusammenarbeit der einzelnen Einrichtungen – Labore, Betreiber, der Bäder, Gesundheitsamt – kann auch weiterhin eine gute Qualität des Badewassers sowie eine Ordnung und Sauberkeit der Bäder abgesichert werden.