Amtsblatt des Saale-Holzland-Kreises · 9. Jahrgang · Ausgabe 5/2012 · 2. Mai 2012
Nichtamtlicher Teil
Minister übergab Raumordnungsplan Ostthüringen
Minister Christian Carius, Landrat Andreas Heller, Landrätin Martina Schweinsburg und Bürgermeister Jörg Reichel (von links) bei der Übergabe des Genehmigungsbescheides.
(Foto: Landratsamt)
In Anwesenheit der Präsidentin der Regionalen Planungsgemeinschaft Ostthüringen, der Greizer Landrätin Martina Schweinsburg, und dem Rudolstädter Bürgermeister, Jörg Reichel, übergab am 16. April der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, Landrat Andreas Heller im Eisenberger Landratsamt den genehmigten Raumordnungsplan für Ostthüringen.
130 Seiten beinhaltet dieser Plan, an dem über 8 Jahre Vertreter der Landkreise Greiz, Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt, Altenburger Land, Saale-Holzland und die kreisfreien Städte Jena und Gera gearbeitet haben.
Nach vielen Diskussionen stand im Herbst vorigen Jahres ein einstimmiger Beschluss aller Gebietskörperschaften als Ergebnis. Dieser Plan soll für einen Zeitraum von circa 15 Jahren gelten und ist ein angemessener Interessensausgleich zwischen den verschiedenen Teilnehmern.
„Damit sind die richtigen Weichen für die Zukunft der Region Ostthüringen gestellt“, lobte Minister Christian Carius dieses Gemeinschaftswerk. Als erster Regionalplan wurden in diesem Werk auch Standorte zur Solarstromerzeugung aufgeführt.
Das Thema Windenergie war laut Martina Schweinsburg besonders umstritten, letztendlich nahm man keine weiteren Standorte für Windkraftanlagen auf. Immerhin gibt es ja noch weitere erneuerbare Energiearten, die Berücksichtigung finden sollten.
Das Thema „Festlegung von Grundzentren“ war ein weiterer schwieriger Punkt. Im Saale-Holzland-Kreis wurden als Grundzentren bestätigt: Dornburg-Camburg, Kahla, Bürgel und kreisübergreifend Crossen/Bad Köstritz.
Als „regional bedeutsame Tourismusorte“ nennt der Plan im SHK Eisenberg, Kahla, Stadtroda, Bad Klosterlausnitz, Bürgel und Dornburg-Camburg.
Industrie- und Gewerbegebiete wurden im Plan ab einer Fläche von 50 Hektar vermerkt. Die kleineren Gebiete werden in Zuständigkeit der Kommunen parallel dazu weiter entwickelt und gefördert. Als bedeutsame Industrie- und Gewerbestandorte nennt der Plan: Industrie und Gewerbegebiet Hermsdorf Ost I und III, Gewerbegebiet Kahla Nord, Industrie- und Gewerbegebiet Bollberg und Industrie und Gewerbestandort Silbitz/Crossen.
Im Ostthüringer Raumordnungsplan, der thüringenweit als dritter Plan verabschiedet wurde, sind auch Betrachtungen zu Kulturstätten, Denkmalschutzangelegenheiten oder Sichtachsen aufgrund von Fachgutachten einbezogen worden.