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Amtsblatt des Saale-Holzland-Kreises · 9. Jahrgang · Ausgabe 03/2012 · 4. April 2012 

Nichtamtlicher Teil

Unsere Ehrenamtler

Bruchas – 40 Jahre für den Sport

Im Bild: 2. von links, hintere Reihe, Michael Brucha. Ganz rechts, hintere Reihe, Gudrun Brucha
(Foto: W. Schaffer)

Reges Treiben in der Hermsdorfer Sporthalle. Nach dem Leichtathletiktraining stehen noch 30 Minuten Hockey auf dem Plan und Michael und Gudrun Brucha in den Toren der wetteifernden Mädchen und Jungen. Beide studierten an der DHFK in Leipzig und absolvierten diese als Diplom-Sportlehrer für Schulsport.

In den ersten beiden Berufsjahren wurden Absolventen nach Bedarf eingesetzt. Michael Brucha kam zur Betriebsberufsschule der Leunawerke, Gudrun dann nach Bitterfeld, nicht zu weit weg. Drei Jahre später arbeiteten beide jeweils als Hauptsportlehrer in Halle-Neustadt. Ehrenamt ist Ehrensache das wurde ihnen schon während des Studiums eingeimpft. Für Michael begann es bereits, während er in seiner Diplomarbeit, wo er die Theorie des Schwimmtrainings abhandelte und praktisch Schwimmer trainierte. Beide setzten ihr Engagement dann bei der BSG „Einheit“ Halle-Neustadt fort, dem Leichtathletikzentrum Nr. 1, und betreuten im Vorund im Trainingszentrum SchülerInnen der Klassen 1 bis 4 und 5 bis 7.

1988 bewarben sie sich in Thüringen. Von einem Dutzend Möglichkeiten befanden sie Hermsdorf als die günstigste. Zur Wendezeit absolvierten sie Zusatzstudien, Gudrun in Ethik und Michael in Sozialkunde.

Als gleichzeitig die Leichtathletik beim SV Hermsdorf einen neuen Leiter für die Kinderund Jugendabteilung suchte, übernahm Michael Brucha diese Aufgabe. In familiärer Solidarität vertrat Gudrun die Leichtathleten im SV-Vorstand. Dafür engagierte er sich noch für die „Holzlandläufer“, gemeinsam mit seinem Namensvetter Michael Stahn.

Vorsorglich organisiert übergaben Bruchas mit nahender Altersteilzeit ihre Ehrenämter an kompetente Nachfolger. Mit 60 sollte Schluss sein. Doch Gudrun „tat es in der Seele weh, an die zehn ‚ihrer‘ Kinder ohne Anleitung dastehen zu lassen. Und die Zusammenarbeit mit den Eltern war richtig Klasse.“

Also macht sie weiter. Mit inzwischen 24 Mädchen und Jungs der AK 8 bis 12. Talente fördern tut Not. Immerhin trainierten Kristin Zaumsegel, Diana Steinhoff und Robert Hering zuerst bei ihnen. Jüngst zu den Ostthüringer Meisterschaften heimsten ihre Schützlinge wieder reichlich Medaillen ein. Ihren Michael überredete sie inzwischen auch wieder. Er trainiert die Mittelstrecken.

Glückwunsch zum Ehrenamtspreis für Sport des SHK, überreicht durch Landrat Heller und Thomas Grebe (Sparkasse). „Für unser Lebenswerk“, meint Michael augenzwinkernd.