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Klimaschutzkonzept des Saale-Holzland-Kreises

Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 21.06.2017 das Klimaschutzkonzept für den Saale-Holzland-Kreis beschlossen.

Das Konzept zum Nachlesen: hier

Hintergrund: 

Der Saale-Holzland-Kreis ist nach Erstellung des Leitbildes „Energie und Klimaschutz“ den nächsten Schritt gegangen - mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes (KSK). Der Kreistag hatte die Erstellung eines solchen Konzepts beschlossen, der Landkreis hat dafür Fördermittel aus der „Nationalen Klimaschutzinitiative“  beantragt und noch im vergangenen Jahr bewilligt bekommen.
Mit dem KSK sollen die unterschiedlichen Aktivitäten der letzten Jahre zusammengefasst werden, das Profil des Landkreises weiter geschärft sowie die Strategie für den Klimaschutz zukunftsträchtig ausgerichtet. Die Erstellung eines KSK eröffnet die Möglichkeit zur Erschließung weiterer Effizienzpotenziale und CO2-Emissionsminderung in der Region.
Zur Umsetzung wurde das Institut THINK (Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz GmbH) in Zusammenarbeit mit dem Verein Ländliche Kernen beauftragt. Die Beauftragten sind ab sofort in der Region unterwegs, um klimarelevante Daten z.B. zu Energieverbräuchen und Mobilitätsverhalten zu sammeln.

Das Klimaschutzkonzept wurde in folgenden Schritten erarbeitet:
1. Energie- und Treibhausgas-Bilanz
2. Potenzialanalyse zu Energieeinsparung/Energieeffizienz, erneuerbaren Energien, CO2-Reduktion
3. Maßnahmenkatalog mit Aufgaben zur Umsetzung
4. Controlling- und Verstetigungskonzept. 

Informationen aus dem Prozess der Arbeit am Klimaschutzkonzept des Landkreises

17.08.2016: Elektromobilität, Windvorranggebiet und Umweltbildung waren Themen im dritten Workshop zum Klimaschutzkonzept

21.06.2016: Biogasanlagen waren ein Schwerpunkt-Thema im zweiten Workshop  zum Klimaschutzkonzept

22.03.2016: Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept des Saale-Holzland-Kreis im Kaisersaal

Grundlegendes zur nationalen Klimaschutzinitiative

Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Motivation

Der Saale-Holzland-Kreis engagiert sich schon seit einigen Jahren intensiv im Bereich Energie und Klimaschutz. Zahlreiche Aktivitäten, Konzepte und Initiativen sind seitdem entwickelt und angeschoben worden. Die Ausgangslage ist durchaus positiv. Im Rahmen der Bioenergie-Region Jena-Saale-Holzland wurden in den vergangenen Jahren viele Erfahrungen und Kompetenzen entwickelt und Leuchttürme geschaffen, wie beispielsweise die BürgerEnergie Saale-Holzland eG, die Versorgung der öffentlichen Liegenschaften mit 100% Ökostrom oder die Erfassung der Biomasse-Potentiale im Landkreis.

Im Prozess zur Entwicklung eines Leitbildes 2020 hat der Landkreis bereits 2012 ein Leitbild für Energie und Klimaschutz erstellt. Mit den hier formulierten Zielen, Handlungsfeldern, Maßnahmen und Projekten wird ein nachhaltiges Handeln angestrebt. Diese Zielstellungen wurden, abgestimmt auf die Potenziale und die zu erwartende (demografische) Entwicklung im Landkreis, aufgestellt.

Motivation für den Landkreis ist es daher, mit Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanager die bisherigen Klimaschutzaktivitäten konsequent und planvoll fortzuführen und das Leitbild für Energie und Klimaschutz des Saale-Holzland-Kreises umzusetzen.   Mit einem Klimaschutzkonzept sollen die vielen unterschiedlichen Schritte der letzten Jahre zusammengefasst und das Profil des Landkreises weiter geschärft, sowie die Strategie für den Klimaschutz zukunftsträchtig ausgerichtet werden.

Die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes eröffnet die Möglichkeit zur Erschließung weiterer Effizienzpotentiale und CO2-Emissionsminderung.

Das Klimaschutzkonzept soll im Wirkungsbereich der Kreisverwaltung eine verpflichtende Umsetzung erreichen. Darüber hinaus soll mit den angestrebten Maßnahmen eine Vorbildwirkung erzielt werden, die von den Kommunen, Unternehmen und weiteren Akteuren der Region positiv aufgenommen und mitgetragen wird. Es sollen intelligente Anreizsysteme entwickelt werden, die die Ziele des Leitbildes in den gesamten Landkreis tragen und eine positive Atmosphäre bewirken. 

Ziele und Umsetzung

Der Landkreis verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung in allen klimarelevanten Bereichen zur Reduzierung der CO2-Emissionen und als Beitrag zur Zukunftssicherung der Region. Dies ist in dem „Leitbild für Energie und Klimaschutz“ manifestiert und soll sich auf die folgenden Handlungsfelder auswirken:

  • Energieeinsparung durch die konsequente Nutzung von Effizienz- und Suffizienzpotenzialen
  • Substitution in Richtung regionaler Energieträger aus regenerativen Quellen unter Beibehaltung des GVO-Verzichts
  • Wertschöpfung mit Fokus auf geschlossene, regionale Wertschöpfungskreisläufe, aber auch Erhalt der Wertschöpfungsgrundlagen
  • Wissensvermittlung zur Steigerung von Akzeptanz und zur Aktivierung von Engagement, Partizipation und umweltgerechten Verhalten