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Vormundschaft / Pflegschaft

In bestimmten Fällen kann Kraft Gesetz oder durch eine richterliche Anordnung die Vormundschaft für ein Kind oder Jugendlichen angeordnet werden.

Es wird zwischen gesetzlicher und bestellter Vormundschaft unterschieden. Eine Vormundschaft tritt kraft Gesetz immer dann ein, wenn bei Geburt eines Kindes die Mutter noch minderjährig oder geschäftsunfähig ist.

Die bestellte Vormundschaft tritt kraft richterlicher Anordnung ein, soweit kein Einzelvormund vorhanden ist,

  • bei Tod des Sorgeberechtigten,
  • bei Entzug der elterlichen Sorge,
  • bei Ruhen der elterlichen Sorge,
  • wenn der Familienstand nicht zu ermitteln ist.

An die Stelle der Eltern tritt ein Vormund, der die elterliche Sorge ausübt. Er hat das Recht und die Pflicht, für die Person und das Vermögen des Mündels zu sorgen, insbesondere das Mündel zu vertreten. Als Vormund können geschäftsfähige Person, mehrere Personen (beispielsweise ein Ehepaar), das Jugendamt oder ein Verein bestellt werden.

Grundlagen in §§ 1773-1895 BGB

Die Vormundschaft ist von der Pflegschaft zu unterscheiden. Während die Vormundschaft die gesamte Personen- und Vermögenssorge umfasst, bezieht sich die Pflegschaft nur auf einen Teil davon (z.B.: Gesundheitsfürsorge oder Aufenthaltsbestimmungsrecht)

Grundlagen in §§ 1909-1921 BGB

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